In der jüngsten Sitzung der Sportkommission des Nürnberger Stadtrats stand ein Berichtsantrag der Grünen auf der Tagesordnung, der sich mit der Nutzung städtischer Sportanlagen durch migrantisch geprägte Vereine befasste. Dabei wurde unter anderem die Frage diskutiert, ob solche Vereine künftig bevorzugten Zugang zu Sportflächen erhalten oder finanziell privilegiert werden sollten.
Für die FREIEN WÄHLER Nürnberg bezog Stadtrat Dr. Robert Mahler hierzu klar Stellung.
Aus Sicht der FREIEN WÄHLER leisten die zahlreichen Nürnberger Sportvereine bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Integration. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und sozialer Hintergründe kommen dort zusammen, verfolgen gemeinsame Ziele und engagieren sich für ihre Gemeinschaft. Gerade diese Begegnungen machen den besonderen Wert des Vereinssports aus.
Die FREIEN WÄHLER sehen deshalb keinen Bedarf für Sonderregelungen oder eine bevorzugte Behandlung einzelner Vereinsgruppen. Vielmehr sollte die Stadt die bestehenden Vereine stärken und ihre Integrationsleistung anerkennen.
„Integration gelingt dort am besten, wo Menschen gemeinsam Sport treiben, Verantwortung übernehmen und Teil einer gemeinsamen Vereinsgemeinschaft werden. Unser Ziel sollte sein, Menschen zusammenzuführen – nicht sie in getrennten Strukturen zu organisieren“, so Mahler.
Die FREIEN WÄHLER warnen davor, durch politische Sonderförderungen unbeabsichtigt Parallelstrukturen zu fördern. Integration bedeute aus ihrer Sicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an den bestehenden Angeboten der Stadt – nicht die Schaffung zusätzlicher Trennlinien.
Zum Antrag äußerten sich neben den FW auch die CSU kritisch zu den Überlegungen. Beide betonten die Bedeutung der bestehenden Vereinslandschaft für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Für die FREIEN WÄHLER Nürnberg bleibt dabei ein Grundsatz entscheidend: Sport verbindet. Deshalb sollten kommunale Entscheidungen darauf ausgerichtet sein, gemeinsame Vereinsstrukturen zu stärken und nicht neue Unterschiede zu schaffen.